Claudia Jankewitz, Finanzexpertin

Hausfrauenehe – dem Mann den Rücken freihalten

Schon in den Teenagerjahren interessierte ich mich für die Börse, aber meine Familie winkte nur ab mit der Bemerkung „Lass mal besser die Finger davon, konzentrier‘ Dich auf Deine Schule“. Mit meinem Mann ging ich mit Mitte 20 aufgrund seines Jobs ins Ausland, nach Asien. Ich gab meinen Job auf und wir führten eine typische Hausfrauenehe. Nicht dass ich dies wollte, nein. Ich durfte in dem asiatischen Land nicht arbeiten, ich bekam keine Arbeitserlaubnis. Ich war zwar für die Finanzen in der Familie zuständig, doch das hieß: Geld zusammenhalten, Rechnungen und Steuer zahlen.

Die eine oder andere von Euch kennt das: Dem Mann den Rücken freihalten für seine Karriere.Ich wollte es schaffen, etwas Eigenes aufzubauen, erfolgreich sein, immer genügend Geld haben, um meine Rechnungen zu zahlen, zu reisen, mir etwas leisten zu können. Und zwar: Es selbst aus eigener Kraft zu schaffen, mir selbst etwas aufzubauen, es selber zu schaffen.

Das ist für mich heute immer noch eine ganz wichtige Triebfeder: Finanziell sicher, frei und unabhängig zu sein.

Erst mit 40 kaufte ich meine erste Aktie, dann den ersten ETF, dann auch einen Fonds. Nach und nach stellte ich meine Finanzen auf eine solide Grundbasis. Wenn immer ich Geld hatte, sparte ich es und investierte ich es irgendwie. Heute, nach gut 10 Jahren Selbstständigkeit im Finanzwesen, möchte ich gerne Andere an meinen Erfahrungen und Wissen teilhaben lassen.

Wenn das Einkommen gesichert ist, dann fängt der Spaß an: Das Investieren.

Ja, liebe Finanzfreundin – für mich ist und bleibt Investieren eine Freude und ich hoffe, ich kann auch Dir dazu verhelfen, dass es Dir Spaß macht, Dein Konto wachsen zu sehen!

In unserem kostenlosen Newsletter findest Du jeden Freitag eine Kolumne von mir oder einer anderen Expertin aus unserem Netzwerk. In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Du von unserem Netzwerk Finanzfreundinnen ordentlich Gebrauch machst und Dir so viele Anregungen und Tipps wie möglich holst und diese auch umsetzt. Wenn ich Dir dabei helfen kann, gerne! Jederzeit!

Daniela Knauer Online-Redakteurin

Deshalb bin ich eine Finanzfreundin

Es ist eine lange Geschichte, wie ich zur Börse kam. Meine Eltern waren überzeugt, eine Banklehre sei das Richtige, da ich immer schon gut mit Zahlen umgehen konnte („Kind, lern was ordentliches, werde Bankkauffrau!“). Rückblickend bin ich froh, dass ich das nicht gemacht habe. Als bessere Verkäuferin die Produkte einer Bank unter die Leute bringen zu müssen, obwohl ich genau weiß, dass vor allem die Bank davon profitiert und nicht die Kunden, wäre mir sicher schwergefallen. Ich finanzierte mir mit Musik (meine große Leidenschaft) mein Studium für Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie in Berlin. Darauf folgte ein Aufbaustudium in Medienwissenschaft und Wissenschaftsjournalismus.

1989 wirbelte nicht nur das Ende der DDR Berlin und mein Leben durcheinander, sondern mir lief auch mein heutiger Ehemann über den Weg. Und damit begann eine typische Frauenbiografie. Wir gingen seiner Karriere wegen von Berlin weg und landete auf dem Land in Thüringen: Familie statt Karriere. Durch eine kleine Erbschaft stand ich vor der Aufgabe, etwas Geld sinnvoll anzulegen. Aber wo anfangen? Ich hatte wenig Ahnung von Geld oder gar sinnvollen Geldanlagen, die natürlich eine ordentliche Rendite abwerfen sollten, bis ich mal ins Rentenalter kommen würde. In der Schule hatten wir zwar viel gelernt, aber einer der wichtigsten Bereiche, Geldanlage oder Altersvorsorge, war kein Thema. Im Elternhaus wurde ebenfalls nicht über Geld gesprochen.

Es führte kein Weg an der Börse vorbei, wenn Du ordentliche Renditen haben willst

Es konnte doch nicht so schwer sein, etwas Geld sinnvoll anzulegen, sodass es sich über die nächsten Jahrzehnte vermehrt. Und so stürzte ich mich auf alle Bücher, die ich zum Thema fand.

Das wichtigste Ergebnis meiner Studien: Wenn ich über die lange Zeit nicht Unsummen an Gebühren bezahlen wollte, damit ein Vermittler jedes Jahr an den Erträgen mitverdient, musste ich selbst aktiv werden. Und: Es führt kein Weg an der Börse vorbei, wenn ich eine ordentliche Rendite erzielen will.

Bald hatte ich mir ein Musterportfolio überlegt, mit dem ich die Anlage starten wollte. Die Börsen waren schon einige Zeit gut gelaufen und recht hoch bewertet. Ich lauerte auf einen Rücksetzer. Währenddessen stieg ich langsam und vorsichtig mit ersten Stücken ein.

An meinen ersten Aktienkauf kann ich mich noch gut erinnern. Ich hatte ein Depot bei unserer Berliner Hausbank eröffnet. Zur nächsten Filiale konnte ich daher nicht einfach gehen, um dem Mitarbeiter meine Wünsche mitzuteilen. Also nahm ich mit klopfendem Herzen den Telefonhörer und rief dort an. In langen und bangen Minuten gab ich meine Wünsche durch. Ein zeitaufwändiges und fehleranfälliges Verfahren, bis ich meine ersten Aktien gekauft hatte.Da ich ja noch mehr und öfters investieren wollte, musste ein sinnvollerer Weg her, um mit der Bank zu kommunizieren.

War das ein Erlebnis, das erste Mal ins Internet zu gehen. Plötzlich erschloss sich mir die große, weite Welt aus meinem kleinen Dorf in Thüringen. Ich hatte wieder Verbindung zu aktuellen Informationen, konnte die Börse sozusagen fast schon „live“ verfolgen, obwohl das damals natürlich alles noch in den Kinderschuhen steckte.

Ein einschneidender Moment in meinem Leben, der meinen ganzen weiteren Werdegang prägen sollte. Dass das Internet der alles entscheidende Baustein werden sollte, der mir meinen heutigen Beruf als Online-Redakteurin erst möglich machte, konnte ich damals noch nicht ahnen. Und auch nicht, welche Freiheit es bieten kann, mein ganzes Büro in eine Aktentasche zu packen.

Heute kann ich überall arbeiten, wo es mir gefällt. Und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich meinen Traumjob gefunden habe. Daran will ich Dich in Zukunft teilhaben lassen.Deshalb engagiere ich mich bei den Finanzfreundinnen. Jeden Freitag erscheint eine Kolumne von mir oder einer anderen Finanz-Expertin in unserem Newsletter mit spannenden Tipps und Tricks rund um Deine Finanzen, Börse, Immobilien und Co. Schau doch einfach mal hier vorbei. 

Nimm deine finanzielle Unabhängigkeit selbst in die Hand

Viel zu lange habe ich mich davor gedrückt, mir über die finanziellen Rahmenbedingungen meines Lebens Gedanken zu machen. Doch warum ist das bei vielen Frauen so? Sind Aktien einfach zu wenig sexy, spannend und aufregend?

Als Frau, die mittlerweile selbst erfolgreich an der Börse investiert, weiß ich, dass das alles Blödsinn ist. Unsere Vorsicht ist übertrieben, unser Mut definitiv zu gering. Und genau an diesem Punkt will ich Dir zur Seite stehen.


Auf dem Weg in Deine größere finanzielle Freiheit.

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